Verschmutzung des Grundwassers muß beendet werden!

Rund um die Althalde in Giesen ist das Grundwasser bis an die Sättigungsgrenze u.a. mit Rückständen aus dem ehemaligen Kalibergbau belastet. Die geplante Neuhalde wird trotz Basisabdichtung in das Grundwasser einsinken, so die Antragsunterlagen. Die BI-GiesenSchacht eV setzt sich dafür ein, dass die verschmutzten Grundwässer saniert werden. Genauso darf das Grundwasser nicht von einer Neuhalde belastet werden.

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Das bisschen Salz in der Innerste...?

Was bleibt übrig, wenn man 1 Liter Abwasser aus dem Kalibetrieb in Giesen direkt an der Einleitstelle in die Innerste entnimmt und so lange erhitzt, bis das Wasser vollständig verdampft ist? Wir haben es ausprobiert: Aus einem Liter Kaliwasser (1178 Gramm) wurden unglaubliche 364 Gramm Kalirückstände abgekocht! Da in den letzen Jahren ca 56.000.000 Liter pro Jahr in die Innerste eingeleitet wurden, kann man daraus ableiten, das dem Fluss jährlich etwa 20.000 Tonnen Kalirückstände zugeleitet werden!

Salz abgekocht

Wir können die Kreistagsabgeordneten nur immer wieder bitten, ihrer Linie treu zu bleiben und diese ungeheuerliche Umweltverschmutzung zu beenden.

 


 

 

Stellungnahme der BI zum deWitt-Gutachten

Die Rechtsanwaltskanzlei deWitt kommt in ihrem Gutachten zu dem Schluß, dass über die von K+S beantragte Einleitgenehmigung keine rechtssichere Entscheidung durch den Kreistag möglich ist. Als Gründe werden angeführt, dass die Althalde in der Genehmigung ausgeklammert wurde, die vorhandene Grundwasserverschmutzung nicht betrachtet wird und das eine Prüfung gegen die Wasserrahmenrichtlinie nicht stattgefunden hat. DeWitt kritisiert weiter, dass wesentliche Punkte, die zu einem Gesamtbild für eine Entscheidung gehören, erst zu einem späteren Zeitpunkt in Nebenbestimmungen definiert werden sollen. Dazu gehört auch, ob die vorgeschlagenen Lösungen überhaupt technisch machbar sind. Mit dem von K+S eingereichten Antrag wird der Kreistag damit aufgefordert, eine Einleitgenehmigung auf gut Glauben zu erteilen, mit der Hoffnung das K+S zu einem Zeitpunkt in der Zukunft die gesetzten Ziele erreicht.
DeWitt kommt zu dem Schluß, dass der Kreistag einen derart vagen Antrag nur ablehnen kann. Er geht in seinen Ausführungen sogar so weit, dass der Kreistag bei einem positiven Bescheid sogar einen Rechtsbruch begehen würde.
Liest man das alles, so kann man sich nur erstaunt fragen, was sich Umweltminister Lies in den letzten Wochen gedacht hat, genau diesen Rechtsbruch vom Kreistag zu fordern. Das deWitt Gutachten macht einige konstruktive Vorschläge damit K+S trotzdem eine Genehmigung bekommen kann. Allerdings müssen dafür die Antragsunterlagen umfassend um die kritischen Punkte ergänzt werden. Darüber hinaus sollte sich K+S darüber klar werden, dass bei der Berücksichtigung der Althalde und der Grundwasserverschmutzung deutliche Auflagen auf sie zukommen werden.
Der Vorwurf der Verzögerung stellt sich im Lichte dieses Gutachten anders dar. Schon in der ersten Anhörung vor 4 Jahren haben Umweltverbände, Gemeinden und auch die BI-GiesenSchacht auf den Mangel hingewiesen, dass Althalde und Grundwasser in den Antragsunterlagen ungebührend berücksichtigt wurden. Das Bergamt hat diese Hinweise vom Tisch gewischt. Hätte das LBEG damals die Hinweise aktiv aufgenommen, hätten die Missstände schon vor gut 3 Jahren geklärt werden können und nicht erst nach einer umfassenden und zeitaufwändigen Analyse durch den Kreistag.
DeWitt weißt am Ende des Gutachtens nochmal darauf hin, dass es keine unüberwindbaren Hindernisse gibt und ein Einvernehmen durchaus möglich ist. Dazu wird es aber notwendig sein, dass sich K+S von einigen Vorstellungen verabschiedet. Bisher hat K+S jede Nachbesserung an ihrem Antrag abgelehnt und damit gedroht nicht zu investieren, sollte man ihre Wünsche nicht vollumfänglich anerkennen. Will K+S das Projekt jetzt wirklich, so sollten sie nun diesen Standpunkt aufgeben.
Die BI-GiesenSchacht möchte allen Kreistagsabgeordneten und insbesondere Herr Prior und Herr Bruer für ihren unermüdlichen Einsatz danken. Der Kreistag hat sich hier klar als Regionalparlament positioniert und sich seinen Aufgaben professionell angenommen. Das ist vorbildlich für alle Kreistage in Deutschland und ein Zeichen für starke Demokratie. Dies ist aber auch mit dem Appel verbunden jetzt nicht locker zu lassen und die Sache in gleicher Qualität und Transparenz zum Ende zu führen.

Bleiben Sie uns treu,
ihr BI-GiesenSchacht - Team

 

 

 

 

 

Verschmutzung des Grundwassers muss beendet werden!

Rund um die Althalde in Giesen ist das Grundwasser bis an die Sättigungsgrenze u.a. mit Rückständen aus dem ehemaligen Kalibergbau belastet. Die geplante Neuhalde wird trotz Basisabdichtung in das Grundwasser einsinken, so die Antragsunterlagen. Die BI-GiesenSchacht eV setzt sich dafür ein, dass die verschmutzten Grundwässer saniert werden. Genauso darf das Grundwasser nicht von einer Neuhalde belastet werden.
Die Gesetzgebung ist eindeutig und schützt das Grundwasser vor jeder Verschmutzung. Diese Gesetze sind sinnvoll, denn Grundwasser ist für unser Leben essentiell. Unsere Generation hat die Pflicht dieses lebenswichtige Gut für unsere Kinder zu erhalten.
Der Kreistag/Landkreis Hildesheim hat sich entschieden dem Grundwasser die gebührende Aufmerksamkeit zu geben. Dies begrüßen wir ausdrücklich. Wir erwarten das am Ende des Abwägungsprozesses eine Lösung steht, die das Grundwasser schützt und den Kalibetrieb unter entsprechenden Auflagen ermöglicht. Jetzt werden Stimmen laut, die das Vorgehen der großen Kreistagsmehrheit ablehnen. Es sollte doch lieber mit einer Steilvorlage pro K+S die wasserechtliche Genehmigung erteilt werden. Diskussionen über das Grundwasser oder detaillierte Umweltfragen verzögern die Genehmigung ungebührlich. Der Ton ist dabei harsch. Über den Stil einiger Diskussionsteilnehmer muß man verwundert sein. Auch wenn die Konfrontation zu einem demokratischen Prozess gehört sollten einige der Akteure doch sehr darauf achten, dass die notwendige Hygiene in der Auseinandersetzung erhalten bleibt. Die Beführworter des Steilvorlagen-Ansatzes spielen ein gefährliches Spiel. Die BI-GiesenSchacht und andere Umweltverbände werden sich mit einer schludrigen Einleitgenehmigung nicht zufrieden geben und die Gerichte anrufen. Das ganze wäre dann zum Leidwesen von K+S, denn die Wiederinbetriebnahme würde sich auf Jahre verzögern, verursacht durch Leute die glauben durch einen schneidigen Auftritt und ein paar lauten Ansagen zu einem Ergebnis kommen zu können. Wir denken, dass ein sauberer Abwägungsprozess, so wie ihn der Kreistag anstrebt, Rechtsicherheit schaffen wird. K+S könnte dann sehr zügig mit der Wiederinbetriebnahme von Siegfried-Giesen beginnen.
K+S gefällt die ganze Diskussion nicht, denn sie birgt Risiken für ihr gesamtes Geschäft. Wollen sie aber Rechtssicherheit und eine Grundakzeptanz bei den Anwohnern, so sollten sie die Aktivitäten der Mehrheit des Kreistages unterstützen, den Dialog annehmen und nach Möglichkeit mehr Entgegenkommen zeigen.